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SMA-Text:

3. Diskussion
Die Simulation Stuttgart 21 betrifft eine Situation, die gegenüber der heutigen
sowohl in der Infrastruktur als auch in Volumen und Struktur der Verkehre erhebliche
Unterschiede aufweist. Eine vollständige Modelleichung kann in einem
solchen Fall nur mehrstufig erfolgen. Die Zwischenstufen sind aber nicht bekannt,
erfordern zum heutigen Zeitpunkt noch unbekannte Daten, und können in
der zur Verfügung stehenden Zeit auch nicht erarbeitet werden. Daher ist die
Anwendung von Standardwerten für Betriebs- und Störgeschehen sinnvoll. Im
Rahmen der Testierung der Simulation erfolgt aber eine Plausibilisierung über
die Verspätungscharakteristiken der wichtigsten Strecken (siehe „Steckbrief SI-
05 Ur- und Einbruchsverspätungen“).

Für schwere Störfälle, d.h. mit einer Stördauer von mehr als einigen Minuten, ist
es nicht zuverlässig möglich, für den zukünftigen Bahnhof charakteristische
Störfalle zu definieren und die dazugehörigen Verspätungsdauern und Auftretenswahrscheinlichkeiten
zu entwickeln. Darüber hinaus ist es nahezu unmöglich,
für das gesamte Netz im Untersuchungsraum die geeigneten Störfälle und
Orte zu definieren. Es ist daher das übliche Vorgehen, die Robustheit des Fahrplans
anhand von kleinen, stochastischen Störungen zu untersuchen.

Der gewählte Auswertezeitraum über 4 Stunden von 6 bis 10 Uhr entspricht
einem üblichen Vorgehen für gemischte Verkehre auf großen Netzen. Je kleiner
und homogener das Netz ist (z.B. U-Bahn), desto kleiner kann der Auswertezeitraum
ausgewählt werden. Bei dem hier vorliegenden großen Netz mit gemischten
Verkehren muss der Auswertezeitraum hingegen so groß gewählt werden,
dass möglichst alle Züge, die zwischen 7 und 8 Uhr in Stuttgart Hbf ankommen,
auf ihrer vollen Länge erfasst sind. Nur so ist sichergestellt, dass die Effekte der
dicht verkehrenden Züge auch außerhalb des Stuttgarter Hbf richtig erfasst und
ausgewertet werden können. Der Einbezug der Stunde von 9 bis 10 Uhr erlaubt
zudem, den Einfluss des Güterverkehrs besser berücksichtigen zu können.
Eine Sensitivitätsanalyse eines eingeengten Auswertezeitraums nur von 7 bis
8 Uhr wird ebenfalls durchgeführt (siehe „Steckbrief SI-07 Schlussbericht DB
Netz AG“), auch wenn dies fachlich fragwürdig erscheint.

Stichwort:Störfälle

Bemerkung: Schwere Störfälle wurden nicht untersucht oder simuliert.

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