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Dieser Artikel ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Effekthascher versucht Eindruck zu schinden, ohne sich die Mühe der Recherche zu machen. Die Behauptung der Bahn, der sma-Bericht besage, die Bahn hätte den Stresstest bestanden, wird ungeprüft wiedergekäut. Genau das, was der Autor den Streitparteien unterstellt, sie verhielten sich wie Glaubenskrieger, die sich nicht an Fakten orientieren, fällt auf den Autor zurück. Er hat sich nicht die Mühe gemacht, den über 200 Seiten langen Bericht zu lesen. Stattdessen bemüht er Platiduden wie die Phrase vom "Wutbürger".
Tatsächlich ist sma ihrem jetzigen Auftraggeber Bahn, von dessen künftigen Aufträgen sie abhängig ist, bis zur Selbstverleugnung entgegengekommen. Sie hat ihm in einem verschämt "Audit" (nicht Gutachten) genannten Papier bestätigt, dass durch den Kellerbahnhof bei Zugrundelegung der Anforderungen der Bahn an eine "optimale wirtschaftliche Betriebsqualität" und anderer Schönwetter-Parameter 49 Züge in der Spitzenstunde gepresst werden können.
Die im Schlichterspruch geforderte "gute Betriebsqualität" für die Reisenden wurde durch eine bahninterne Phrase ersetzt, deren Bedeutung nicht offen gelegt wird. Genau so wenig wie die übrigen Parameter, die in die Simulation einflossen sind.

Aus dem Bericht geht hervor, dass der Test unter der Prämisse durchgeführt wurde, dass alle in den Tiefbahnhof einfahrenden Züge keine oder nur geringe Verspätungen haben. Das geht an der Realität völlig vorbei wie jeder Bahn-Reisende täglich leidvoll erfahren kann. Wenn überhaupt, hat die Bahn keinen Stresstest, sondern einen Schönwettertest bestanden.

Seite 199 des Audits ist entlarvend: "Mit Umsetzung aller geforderten aber nun noch nicht eingeflossenen Nachbesserungen ist zwar eine weitere Verschlechterung der Betriebsqualität zu erwarten...". Hört, hört! Eine weitere Verschlechterung! Das heißt, die 49 Züge sind nur bei sauschlechter Betriebsqualität möglich und das auch nur, so lange die selbst von Geissler geforderten Nachbesserungen nicht in das Modell einfließen.
Die Frage nach der Leistungsfähigkeit wurde von sma mit einem Ja, "ABER" (nur wenn man die unrealistischen Schönwetterparameter der Bahn zugrundelegt) beantwortet.

Im übrigen leistet der alte Kopfbahnhof heute schon mehr als 50 Züge/Std, was der Autor wissen könnte, wenn er sich nur einmal die Fahrpläne der letzten Jahre angesehen hätte.. 49 Züg/Std. sind demnach gar keine Kapazitätssteigerung.
Über Wutbürger und Glaubensfragen hohl daher zu schwätzen ist freilich bequemer, als saubere journalistische Arbeit zu leisten.

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